Kursnr. V006
6.10.18, Samstag, 19.00 Uhr

R.-A.-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3, 97070 Würzburg

Angstprediger. Christen und die Neue Rechte

In Kooperation mit der Kolping-Akademie Würzburg

Der Aufstieg der sich zunehmend radikalisierenden AfD und der Fortbestand der Pegida-Bewegung sprechen eine deutliche Sprache: Es ist wieder salonfähig geworden, gegen eine vermeintliche "Überfremdung" zu wettern und Stimmung gegen Minderheiten zu machen. Die sogenannte "Neue Rechte" schürt Ängste und steigert so den Zorn der Wut- und Frustbürger auf Migranten und Flüchtlinge. Auch unter Christen gibt es Menschen, die anfällig für neurechtes Gedankengut sind. Vor allem im konservativen Milieu beider Konfessionen hat sich in den letzten Jahren eine Spaltung in einen moderaten Teil und einen für rechtspopulistisches und völkisch-neurechtes Gedankengut empfänglichen Part vollzogen. In den nach rechts gedrifteten Kreisen gehört es häufig fast schon zum guten Ton, sich für die AfD stark zu machen und die Pegida-Bewegung zu verteidigen, obwohl sich die amtlichen Kirchenvertreter dem Rechtspopulismus entgegenstellen.
Liane Bednarz analysiert, wie die Neue Rechte arbeitet, welche Strategien und welche Politik sie verfolgt und welche Rolle rechtsgesinnte Christen in diesem Zusammenhang spielen. Von diesen Gruppen wird Religion instrumentalisiert und das Vertrauen in gläubige Christen verwendet, um die bürgerliche Mitte im Kampf gegen Pluralismus und Toleranz auf ihre Seite zu ziehen und rechtes Gedankengut zu verbreiten.

Referentin: Dr. iur. Liane Bednarz, Journalistin und Publizistin, schreibt für zahlreiche Medien, ist ein gefragter Gast im Radio und Fernsehen sowie als Buchautorin aktiv.
Gebühr: € 9,- (ermäßigt € 7,-)

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