Kursnr. V013
10.11.20, Dienstag, 20.00 Uhr

R.-A.-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3, 97070 Würzburg

Vom Antijudaismus zum Antisemitismus: Tradition und Präsenz von Judenfeindschaft

Aus der Reihe Fokus Religionen

Die Modernisierung des religiös begründeten Antijudaismus zum rassistisch argumentierenden Antisemitismus hat Judenfeindschaft zum Bestandteil rechtsextremer Ideologie gemacht. Der Holocaust war Höhepunkt, aber nicht das Ende des Ressentiments. Derzeit wird wieder einmal ein "Neuer Antisemitismus" beklagt, es sind jedoch die alten Feindseligkeiten der Ausgrenzung mit seinen beiden Wurzeln Religion und "Rasse". Antisemitismus ist aber auch nicht nur unter Rechtsextremen, Neonazis oder unter Muslimen verbreitet. Antisemitismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft und muss als soziales und politisches Ressentiment aus religiösem Ursprung verstanden werden.
Die Veranstaltungen aus der Reihe "Fokus Religionen" werden durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Domschule und dem Referat Interreligiöser Dialog und Weltanschauungsfragen des Bistums Würzburg.
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Gebühr: € 6,- (ermäßigt € 3,-)

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